Erster von Mitgliedern von Hearing4all.connects veröffentlichter openEHR-Archetyp

24.03.2026

Wir freuen uns, die Veröffentlichung des ersten von Mitgliedern von Hearing4all.connects entwickelten openEHR-Archetyps bekannt zu geben: „Categorical Loudness Scaling“ (Kategoriale Lautheitsskalierung) ist ab sofort im internationalen Clinical Knowledge Manager (CKM) verfügbar.

Der Archetyp wurde im Rahmen der EFAS-Arbeitsgruppe „Data Formats for Big Data Audiology“ unter der Leitung von Dr. Lena Schell-Majoor von der Universität Oldenburg modelliert. Er stellt das erste standardisierte Datenmodell für einen audiologischen Test im openEHR-Framework dar und bildet die Grundlage für eine verbesserte Dokumentation, Interoperabilität und Datenwiederverwendung.

Lena Schell-Majoor ist Postdoktorandin und Wissenschaftsmanagerin im Exzellenzcluster Hearing4all. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen webbasierte Psychoakustik, mobile Hörgesundheit und datengesteuerte Audiologie.

OpenEHR-Archetypen beschreiben klinische Konzepte auf strukturierte und umfassende Weise und umfassen alle relevanten Daten und Metadaten, die für Forschung und klinische Anwendung erforderlich sind. Durch die Einführung harmonisierter Datenformate unterstützen sie die institutionsübergreifende Zusammenarbeit und erleichtern die groß angelegte Datenanalyse in der Audiologie.

Der Entwicklungsprozess umfasste die Zusammenarbeit von Forschern mehrerer europäischer Institutionen sowie eine umfassende Community-Überprüfung, wodurch ein breites Fachwissen und internationale Perspektiven gewährleistet wurden.

Im Anschluss an diese erste Veröffentlichung stehen derzeit zwei weitere Archetypen kurz vor der Community-Review. Parallel dazu arbeitet Hearing4all.connects im Rahmen seiner dritten Förderphase an einer vollständigen Datenumwandlungspipeline und der Entwicklung eines offenen Datenraums für die Audiologie.


Dieser Meilenstein markiert einen wichtigen Schritt hin zu nachhaltigen, standardisierten und gemeinsam nutzbaren audiologischen Daten für Forschung und klinische Praxis.